Lohnt sich Mintos 2026? Vor- und Nachteile ehrlich im Check (Deep Dive 4/5)
Teil 4 meines Mintos Deep Dives zieht Bilanz: Lohnt sich Mintos 2026 eigentlich noch? Nach über fünf Jahren und einem Portfolio von über 13.000 € nenne ich fünf klare Vorteile (alles in einer App, EU-Regulierung, zehn Jahre offene Renditehistorie, 9–10 % Rendite, Einstieg ab 1 €) und fünf ehrliche Nachteile (verlorener Kredit-Fokus, Gebühren, Kreditausfälle wie bei Nera Capital, Steuer in Eigenregie und die 20.000-€-Grenze) – und sage klar, für wen sich Mintos lohnt und für wen eher nicht.

Inhaltsverzeichnis
Lohnt es sich 2026 eigentlich noch, auf Mintos zu investieren? Genau diese Frage schauen wir uns in Teil 4 meines Mintos Deep Dives an. Die Plattform hat sich in den letzten Jahren von einem reinen P2P-Kreditmarktplatz zu einer echten Multi-Asset-App gewandelt – mit Krediten, Anleihen, Immobilien, ETFs und sogar Krypto. Ich ziehe deshalb heute ehrlich Bilanz: fünf Vorteile, fünf Nachteile und die Frage, für wen sich Mintos wirklich lohnt – und für wen eher nicht.
Kurz zu mir: Ich bin auf Mintos seit über fünf Jahren investiert und habe dort inzwischen ein Portfolio von über 13.000 € aufgebaut – in Kredite, Anleihen, Immobilien, ETFs und tatsächlich auch in Mintos-Aktien. Ich habe also Hochs und Tiefs mitgemacht und schon einiges erlebt. Wie immer der wichtige Hinweis: Das hier ist keine Anlageberatung und keine Kaufempfehlung, sondern meine persönliche Meinung und Erfahrung. P2P-Kredite, Anleihen und Krypto sind Risikoinvestments – ein Totalverlust ist möglich. Ich bin für mein Geld verantwortlich, du für deins.
Was sich 2026 bei Mintos geändert hat
Bevor wir zu Vor- und Nachteilen kommen, lohnt der Blick darauf, was auf Mintos zuletzt wirklich neu ist – und da hat sich einiges getan. Aus der reinen P2P-Plattform ist eine App geworden, in der du in Anleihen, Kredite, Immobilien, ETFs und Krypto investieren kannst. Genau hier liegen auch die Neuerungen:
- Krypto-ETPs: Ganz neu kannst du in einige Kryptowährungen in Form von ETPs investieren – ab 5 €, im selben Portfolio wie deine anderen Anlagen.
- Über 1.000 ETFs ab 1 €: Du kannst jetzt selbst aus über 1.000 ETFs wählen und schon ab 1 € investieren – ohne Ordergebühr. Ich habe testweise einfach den Vanguard FTSE All-World High Dividend Yield für ein paar Euro gekauft.
- High-Yield-Bonds-Portfolio: Bei den Anleihen gibt es jetzt ein vollautomatisches Portfolio, ähnlich wie die Core Loans bei den Krediten – breit über viele Anleihen gestreut.
- Aktien & Banklizenz: Aktien stehen ebenfalls auf der Liste, und Mintos strebt inzwischen eine Banklizenz an. Das Verfahren wurde am 17.02.2026 eröffnet; unter anderem dafür wurde die Aktienrunde durchgeführt.

Eine wichtige Einordnung gleich vorweg: Bei den ETFs fällt zwar keine Ordergebühr an, aber natürlich hast du weiterhin den Spread und die ganz normalen ETF-Kosten (TER) des Herausgebers. „Ohne Gebühren“ bezieht sich also auf die Mintos-Ordergebühr, nicht auf alle Kosten. Wenn dich die einzelnen Anlageklassen im Detail interessieren, schau in Teil 3 zum passiven Einkommen – dort gehe ich jede Anlageklasse einzeln durch.
Mein Mintos-Depot heute
So sieht mein eigenes Konto zum Stichtag aus: 13.247,35 €, verteilt über fünf Anlageklassen – der große Teil in Krediten, dazu Anleihen, Immobilien und kleine Positionen in Mintos-Aktien und ETFs:

Video: Lohnt sich Mintos 2026? Vor- und Nachteile ehrlich im Check (Deep Dive 4/5)
Das ist Teil 4 meines Mintos Deep Dives – im Video gehe ich die Vor- und Nachteile Punkt für Punkt durch und ziehe mein persönliches Fazit. Schau gerne rein oder lies unten in Ruhe weiter.
Die 5 großen Vorteile von Mintos
Fangen wir mit dem Positiven an. Das sind die fünf Vorteile, die ich nach über fünf Jahren wirklich sehe:

1. Alles in einer App. Der wohl größte Vorteil: Du kannst in einer einzigen App in ganz unterschiedliche Anlageklassen investieren – Anleihen, Kredite, Immobilien – und daneben einfach deinen Welt-ETF besparen oder Krypto beimischen. Diese Bandbreite in einem Konto bietet kaum eine andere Plattform.
2. Echte EU-Regulierung. Mintos ist eine Wertpapierfirma nach MiFID II und wird von der lettischen Zentralbank beaufsichtigt. Das bringt konkrete Vorteile: Anlegergelder werden getrennt vom Firmenvermögen verwahrt, und es gibt ein Anlegerentschädigungssystem. Alle Details dazu findest du in Teil 2 zu Sicherheit und Regulierung.

3. Volle Transparenz. Das finde ich fast noch wichtiger als die Regulierung: Mintos legt seine Zahlen offen – und zwar über zehn Jahre, inklusive der schlechten Jahre. So sieht die Netto-Rendite der Kredite seit 2015 aus:

Man sieht die guten Jahre mit über 12 %, aber eben auch die Corona-Delle 2020 und das Krisenjahr 2022 mit −1,2 %. Genau dass solche Jahre nicht verschleiert, sondern offen dargestellt werden, schafft für mich Vertrauen.
4. Anständige Renditen. Bei den Krediten liege ich irgendwo zwischen 9 und 10 %, bei den Anleihen rund 8,5 %, bei den Immobilien zwischen 7 und 9 %. Bei ETFs und Krypto kommt es auf den Markt an. Der aktuelle durchschnittliche Zinssatz der angebotenen Kredite liegt laut Mintos bei 10,28 %, seit 2015 wurden über 13 Milliarden € in Kredite investiert:

5. Niedrige Einstiegshürden. Du musst kein großes Startkapital mitbringen: ETFs ab 1 €, Krypto ab 5 €, Kredite und Anleihen ab kleinen Beträgen. So kannst du über mehrere Anlageklassen streuen, ohne gleich 1.000 € auf eine einzige Position zu setzen.
Gerade ein guter Zeitpunkt: bis zu 500 € Bonus
Wenn du Mintos selbst ausprobieren willst, ist gerade ein guter Moment: Über meinen Link mit dem Code INVEST26 gibt es aktuell einen gestaffelten Willkommensbonus von bis zu 500 € – aber nur noch bis zum 30.09.2026. Danach gibt es maximal bis zu 350 € (mit dem Code GO-LENNARD).
| Kumulierte Investition | Bonus |
|---|---|
| ab 1.500 € | 20 € |
| ab 2.500 € | 35 € |
| ab 5.000 € | 75 € |
| ab 10.000 € | 175 € |
| ab 25.000 € | 500 € |
Alle Details, Fristen und die förderfähigen Produkte habe ich in einem eigenen Artikel zusammengefasst: Mintos INVEST26 im Detail. Aus Transparenzgründen: Das ist ein Empfehlungslink. Schließt du darüber ab, bekomme ich eine kleine Prämie – für dich wird es nicht teurer, im Gegenteil, du sicherst dir einen Bonus, den es sonst nicht gäbe.
Die 5 großen Nachteile von Mintos
Kein Investment ist ohne Schattenseiten – und ich will hier genauso ehrlich sein. Das sind die fünf Nachteile, die man kennen sollte:

1. Der Kredit-Fokus ist weg. Mintos war früher stark auf P2P-Kredite spezialisiert. Heute gibt es ein sehr breites Spektrum. Manche mögen genau das nicht – und wer eigentlich nur in Kredite investieren will, kann bei so vielen Produkten leicht den Überblick verlieren. Das ist Geschmackssache, aber ein berechtigter Kritikpunkt.
2. Gebühren in manchen Produkten. In den Auto-Portfolios (Core Loans bzw. High-Yield Bonds) fallen 0,3 bis 0,4 % p. a. an, dazu kommen eine Sekundärmarktgebühr beim Verkauf und eine Inaktivitätsgebühr. Alles wird transparent auf der Website beschrieben – hier die wichtigsten Sätze (Stand 09/2026):
| Produkt | Gebühr |
|---|---|
| Core Loans | 0,39 % p. a. |
| Custom-Strategie | 0,29 % p. a. |
| High-Yield-Bonds-Portfolio | 0,39 % p. a. |
| Smart Cash | 0,19 % p. a. |
| ETFs & Immobilien | 0 € (keine Mintos-Gebühr) |
| Verkauf auf dem Zweitmarkt | 0,85 % |
| Inaktivität | 4,90 € / Monat |
3. Kredite fallen aus. Das ist das eigentliche Kernrisiko bei P2P: Als Marktplatz mit vielen Kreditgebern fallen immer wieder Kredite aus. Aktuell gibt es zum Beispiel Probleme mit Nera Capital. Auf der Mintos-Statistikseite stehen unter „Überfällig – laufende Fälle“ insgesamt rund 184 Mio. €, die bei ausgesetzten Kreditunternehmen in Rückforderung stecken. Deshalb gilt die wichtigste Regel überhaupt: breit streuen – über mehrere Plattformen und selbst innerhalb von Mintos über viele Kreditgeber, Anleihen und Immobilien. Investiere niemals 100 % deines Geldes in ein einzelnes Kreditpaket, eine einzelne Anleihe oder eine einzelne Immobilie.
4. Die Steuer machst du selbst. Mintos sitzt in Lettland, nicht in Deutschland. Bei einem deutschen Broker werden Steuern automatisch ans Finanzamt abgeführt – bei Mintos passiert das nicht automatisch. Du bekommst zwar jedes Jahr einen einfachen Steuerreport als PDF, musst die Erträge aber selbst angeben – über die Anlage KAP in der Steuererklärung oder indem du das PDF deinem Steuerberater gibst. Wie das genau läuft, habe ich in Teil 2 erklärt.
5. 20.000 € sind keine Einlagensicherung. Das wird oft verwechselt: Die 20.000 € Anlegerentschädigung sind etwas völlig anderes als die 100.000 € Einlagensicherung, die es bei Banken und Tagesgeld gibt. Die 20.000 € schützen dich nicht vor Kreditausfällen oder Kursverlusten, sondern eher vor Betrug oder einer Insolvenz von Mintos:

Für wen lohnt sich Mintos 2026?
Kommen wir zur eigentlichen Frage. Aus meiner Sicht lässt sie sich ziemlich klar beantworten:

Mintos lohnt sich, wenn du auf passive Einkünfte und Cashflow setzt, neben ETFs breiter diversifizieren willst – etwa in Kredite, Anleihen, Immobilien oder Krypto – und das alles gebündelt in einer App haben möchtest, statt auf zig Plattformen unterwegs zu sein.
Eher nicht lohnt es sich, wenn du einfach nur einen simplen ETF-Sparplan oder ausschließlich Krypto kaufen möchtest. Als deutscher Anleger hast du dafür bequemere Lösungen, bei denen auch die Steuer vollautomatisch läuft. Und ganz grundsätzlich gilt: Investiere hier kein Geld, das du morgen wieder brauchst – dafür ist ein Tagesgeldkonto die sicherere Wahl.
Mein Fazit
Lohnt sich Mintos 2026? Für mich: ja – aber als Beimischung, nicht als Kern. Ich finde es eine coole Ergänzung für mein Portfolio und bin dort wirklich breit über Kredite, Anleihen, Immobilien und ein bisschen ETFs diversifiziert. Die Kombination aus einer App, EU-Regulierung, echter Transparenz und anständigen Renditen überzeugt mich seit über fünf Jahren. Gleichzeitig sind die Nachteile real: Kredite fallen aus, die Steuer läuft nicht automatisch, und die 20.000 € sind kein Rundum-sorglos-Schutz. Wer sich dieser Risiken bewusst ist, für den kann Mintos eine spannende Beimischung sein – für mich im Bereich Kredite und Anleihen etwa 5–10 % des Portfolios, aber nie mehr.
Das war Teil 4 des Deep Dives. Falls du die anderen Teile verpasst hast: In Teil 1 zeige ich mein komplettes Mintos-Portfolio, Teil 2 dreht sich um Sicherheit, Regulierung und Steuern und Teil 3 um passives Einkommen. Im nächsten und letzten Teil geht es darum, wie man mit Mintos das Risiko streut und diversifiziert.
Jetzt bin ich gespannt auf deine Meinung: Lohnt sich Mintos für dich – und welche Erfahrungen hast du gemacht? Schreib es gerne in die Kommentare. Alle aktuellen P2P-Aktionen findest du übrigens gebündelt in meiner P2P-Bonus-Übersicht.
Häufig gestellte Fragen
Lohnt sich Mintos 2026 noch?
Für mich ja – aber als Beimischung, nicht als Kern des Portfolios. Mintos bündelt Kredite, Anleihen, Immobilien, ETFs und Krypto in einer EU-regulierten App, legt zehn Jahre Renditehistorie offen (Ø 8,8 % p. a. seit 2015) und lässt dich schon ab 1 € starten. Dem stehen echte Nachteile gegenüber: verlorener Kredit-Fokus, Gebühren in manchen Produkten, Kreditausfälle, die Steuer in Eigenregie und die auf 20.000 € begrenzte Anlegerentschädigung. Wichtig: Das ist keine Anlageberatung, P2P ist ein Risikoinvestment und ein Totalverlust ist möglich.
Was sind die größten Vorteile von Mintos?
Fünf Punkte: 1) Alles in einer App – Kredite, Anleihen, Immobilien, ETFs und Krypto in einem Konto. 2) Echte EU-Regulierung als Wertpapierfirma nach MiFID II, beaufsichtigt von der lettischen Zentralbank. 3) Volle Transparenz – Mintos veröffentlicht zehn Jahre Renditehistorie, auch schwache Jahre wie 2022 (−1,2 %). 4) Anständige Renditen: Kredite 9–10 %, Anleihen rund 8,5 %, Immobilien 7–9 %. 5) Niedrige Einstiegshürden ab 1 € (ETFs), 5 € (Krypto) bzw. 50 € (Kredite).
Was sind die größten Nachteile von Mintos?
Fünf ehrliche Punkte: 1) Der ursprüngliche Fokus auf P2P-Kredite ist einem breiten Multi-Asset-Angebot gewichen. 2) In manchen Produkten fallen Gebühren an (Auto-Portfolios 0,29–0,39 % p. a., Zweitmarkt 0,85 %, Inaktivität 4,90 €/Monat). 3) Kredite können ausfallen – aktuell gibt es z. B. Probleme mit Nera Capital. 4) Die Steuer musst du selbst erledigen, weil Mintos in Lettland sitzt. 5) Die 20.000 € Anlegerentschädigung sind keine 100.000-€-Einlagensicherung.
Wie hoch ist die durchschnittliche Rendite bei Mintos?
Mintos weist als durchschnittliche Netto-Jahresrendite der Kredite seit 2015 rund 8,8 % aus. Der aktuelle durchschnittliche Zinssatz der angebotenen Kredite liegt bei 10,28 %. Die einzelnen Jahre schwanken deutlich: von über 12 % in den Anfangsjahren über 4,3 % im Corona-Jahr 2020 bis zu −1,2 % im Krisenjahr 2022. 2023 waren es 10,4 %, 2024 rund 9,3 %. Vergangene Renditen sind keine Garantie für die Zukunft.
Was passiert bei Mintos mit Nera Capital?
Nera Capital ist eines der Kreditunternehmen, bei denen es aktuell Probleme gibt. Auf mintos.com steht unter „Überfällig – laufende Fälle“, dass bei ausgesetzten Kreditunternehmen insgesamt rund 184 Mio. € in Rückforderung stecken. Das zeigt exemplarisch das größte P2P-Risiko: Als Marktplatz mit vielen Kreditgebern fallen immer wieder Kredite aus. Deshalb ist breites Streuen – über Plattformen und innerhalb der Plattform – so wichtig.
Schützt die 20.000-€-Entschädigung mein Geld bei Mintos?
Nur teilweise. Die Anlegerentschädigung deckt bis zu 90 % des Nettoverlusts, höchstens 20.000 €, und greift bei Betrug oder Insolvenz von Mintos. Sie schützt aber NICHT vor Kreditausfällen oder Kursverlusten – das ist das normale Investmentrisiko. Sie ist außerdem etwas völlig anderes als die gesetzliche 100.000-€-Einlagensicherung, die es für Bankguthaben und Tagesgeld gibt. Beides bitte nicht verwechseln.
Für wen lohnt sich Mintos – und für wen nicht?
Mintos lohnt sich vor allem, wenn du auf passive Einkünfte setzt, neben ETFs breiter streuen willst (in Kredite, Anleihen, Immobilien, Krypto) und alles gebündelt in einer App haben möchtest. Eher nicht lohnt es sich, wenn du nur einen simplen ETF-Sparplan oder ausschließlich Krypto willst – dafür gibt es für deutsche Anleger bequemere Lösungen mit automatischer Steuer. Und: Investiere nie Geld, das du morgen wieder brauchst – dafür ist ein Tagesgeldkonto die sicherere Wahl.
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